Kolumne1AfD – und die Hoffnung auf Katastrophen

Ich frage mich schon länger, weshalb die AfD den menschgemachten Klimawandel leugnet und von daher konsequent fordert nichts gegen den Ausstoß von Treibhausgasen zu tun. Ein Thema, das von der Weltgemeinschaft der Wissenschaftler als größte Gefahr für die Menschheit gesehen wird.

Allerdings gibt ein paar Spinner, die sich z.T. als Wissenschaftler gerieren und Unsinn verbreiten. Ich habe mich auch gefragt, wieso die AfD als Coronaleugner auftritt. Auch hier stehen die wissenschaftlichen Fakten fest. Gut, die Mehrheit der AfD Mitglieder und die meisten ihrer Wähler kommen offenbar bei etwas komplizierteren Themen intellektuell nicht mit. Auch bei Gauland und von Storch vermutete ich sind neuronale Gründe ausschlaggebend. Aber Weidel und Meuthen? Da kann ich mir schlecht vorstellen, dass ihnen wissenschaftliche Fakten geistig nicht zugänglich sind. Seit zwei Wochen aber leuchtet mir ein, weshalb die AfD ihre absurden Ideen propagiert.

Da hatte ein ehemals hohes AfD Mitglied – Christian Lüth – erklärt:

"Das haben wir mit Gauland lange besprochen: Je schlechter es Deutschland geht, desto besser für die AfD (…). Wenn jetzt alles gut laufen würde (…), dann wäre die AfD bei drei Prozent. Wollen wir nicht. Deshalb müssen wir uns eine Taktik überlegen."

Daraus lässt sich vermuten, dass die schlaueren in der AfD beide Themen in ihrer Dramatik sehr wohl verstanden hat, sie auch ihre Gefährlichkeit anerkennen und gerade deshalb auf Katastrophen hoffen um die erste Bundesregierung nach 2100 stellen zu können.

Fügen wir noch an was Lüth sonst noch gesagt hat. Er wünscht sich viele Migranten, denn:

"Ja. Weil dann geht es der AfD besser. Wir können die nachher immer noch alle erschießen. Das ist überhaupt kein Thema. Oder vergasen, oder wie du willst. Mir egal!" Und weiter:

"Aber jetzt, wo die Grenzen immer noch offen sind, müssen wir schon dafür sorgen, solange die AfD noch ein bisschen instabil ist und ein paar Idioten antisemitisch rumlaufen, müssen wir dafür sorgen, dass es Deutschland schlecht geht."

Dabei könnte die Idee auch falsch sein. Denn Deutschen geht es in der Coronazeit nicht so gut, dennoch nimmt die Zustimmung für die AfD deutlich ab.

Peter Schürkes