218935690 3850572131721171 7703056449702302700 n 001MdB Sebastian Hartmann in Rheinbach und Swisttal / Forderung nach besseren Warnungen und Finanzhilfen für Wiederaufbau

Troisdorf, 21. Juli 2021 - Der SPD-Bundestagsabgeordnete für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis, Sebastian Hartmann, war erschüttert über das Ausmaß der Zerstörungen durch die Hochwasserkatastrophe. Nachdem die betroffenen Ortschaften in Rheinbach und Swisttal durch die Einsatzkräfte wieder freigegeben wurden, konnte sich Hartmann ein Bild von der Lage vor Ort machen und mit betroffenen Anwohnern sprechen.

"Es ist bedrückend, wie schnell kleine Bäche ganze Ortschaften überfluten, Lebensexistenzen zerstören und Menschen in den Tod reißen konnten", sagt Hartmann und betont: "Die Flut zeigt deutlich, wie verwundbar unsere Infrastruktur ist. Es mangelt besonders an geeigneten Notfallplänen und Ressourcen zur schnellen Wiederherstellung von Strom- und Trinkwasserversorgung, sowie der Aufrechterhaltung von Kommunikationswegen."

Mit Ludger Banken, Bürgermeister von Rheinbach, sprach der Bundestagsabgeordnete über anhaltende Probleme bei der Kommunikations- und Stromversorgung. In Teilen von Rheinbach sei das Mobil- und Telefonnetz stark beeinträchtigt, viele Haushalte seien noch immer ohne Strom. So müsse etwa die Feuerwache und Einsatzzentrale von Rheinbach noch immer über ein Notstromaggregat versorgt werden. Ludger Banken schätzt den durch die Fluten verursachten Schaden allein in Rheinbach auf einen dreistelligen Millionenbetrag. In Swisttal-Heimerzheim türmen sich an den Straßenrändern von den Wassermassen zerstörte Möbel, Elektrogeräte und Dokumente, die die Menschen aus ihren Häusern tragen. Im Gespräch mit Betroffenen zeigten sich einige besonders verärgert darüber, dass eine Vorwarnung der Bevölkerung und ein Aufruf zur Einleitung von Schutzmaßnahmen ausgeblieben seien. "Die Bevölkerung ist in Nichtkrisenzeiten besser vorzubereiten und aufzuklären, um ein stärkeres Bewusstsein für Katastrophenlagen zu entwickeln. Dazu gehört auch, die direkten Kommunikationswege durch Sirenen, Apps und allgemeine Informationen konsequent zu stärken. Der Fokus sollte dabei nicht nur auf digitalen sondern auch auf analogen Mitteln wie Sirenen liegen, da auch Menschen ohne Internetzugang ausreichend informiert und gewarnt werden müssen. Das Sirenenwiederaufbauprogramm muss dringend verbessert werden, damit in allen Teilen Deutschlands eine moderne Sireneninfrastruktur existiert", fordert Hartmann.

"Positiv stimmten mich die große gegenseitige Hilfe aus der Bevölkerung und die Unterstützung durch Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem-Hilfswerk aus dem gesamten Rhein-Sieg-Kreis. Auch die Bundeswehr ist nach wie vor zur Unterstützung bei den Aufräumarbeiten vor Ort", ergänzt der Bundestagsabgeordnete abschließend.