CDU und Grüne setzen Fassadenbegrünung in Pallottiareal durch

„Ein wichtiges Zeichen für gelebten Klimaschutz. Wir reden nicht darüber, wir setzten es um!“, kommentiert CDU-Fraktionschef Joachim Schneider das Abstimmungsergebnis über den Bebauungsplan „Pallottistraße“. Zuvor hatten die Parteien in der Ratssitzung und im zuständigen Ausschuss über den mehrere hundert Seiten umfassenden Bebauungsplan intensiv diskutiert. Bei der Vorberatung hatte sich der Ausschuss mehrheitlich entschieden, die Begrünung von Hausfassaden und Dachfächen klar zu regeln. Ziel war es die Bauherren und Investoren zu verpflichten, eine Fassadenbegrünung als wirkungsvollen Beitrag zum Klimaschutz zu realisieren. Der dem Rat vorgelegte Vorschlag, diesen Beschluss des Ausschusses im Bebauungsplan umzusetzen, sah vor, dass alle verputzten Fassadenflächen von der Begrünung ausgenommen sind. Da verputzte Gebäudefassaden aber den mit Abstand größten Anteil in dem neuen Bebauungsgebiet ausmachen, würde diese entscheidende Ausnahme eine Lücke schaffen, die letztlich das vorgegebene Klimaschutzziel konterkariert und ad absurdum führen würde, so CDU und Grüne.

Auch die Rechtfertigung, eine Fassadenbegrünen sei technisch schwer herzustellen, lief bei CDU und Grüne ins Leere. Der Fraktionschef, Joachim Schneider, verwies in seiner Begründung auf die anderorts erfolgreich umgesetzten Fassadenbegrünungen. „Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Bereits vor über 100 Jahren haben die Menschen ihre Häuser vor der extremen Hitze mit Hilfe einer Fassadenbegrünung geschützt. Das können wir heute noch viel besser und zwar ohne Beeinträchtigung des Baukörpers.“
CDU und Grüne kamen den Bauherren/dem Investor noch insoweit entgegen, als dass im gesamten Bebauungsplangebiet nur 40 % der verputzten Fassadenflächen begrünt werden müssen. „Ziel ist es hier eine praktikable und für alle Seiten umsetzbare Lösung zu finden!“, so Schneider in der Begründung weiter. „In dem Pallotti-Neubaugebiet haben wir jetzt die Möglichkeit, aktiv Klimaschutz zu betreiben. Wenn wir es hier nicht umsetzen, wo denn dann?“

Um so unverständlicher erscheint die Ablehnung von SPD, UWG und FDP zu dieser klimafreundlichen verpflichtenden Fassadenbegrünung. Alle drei Fraktionen verpassten damit die Chance, sich deutlich zum Kilmaschutz zu positionieren. Schade!