wormersdorfHochwassersituation in Wormersdorf, Auswirkungen, Tätigkeiten.
Betrachtungen mit keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und totaler Richtigkeit:

Da nach und trotz der Wettervorhersagen der vergangenen Tage für Wormersdorf die Welt am Dienstag eigentlich noch ganz in Ordnung war, begann dann der Dauerregen am Mittwoch, so etwa gegen 16:00 Uhr.

Es regnete sich richtig ein und die Niederschlagsstärke nahm stetig zu.

So langsam bildeten sich kleine Rinnsale und  kleine Bäche in dem einen oder Garten und das Wasser suchte sich seinen eigenen Weg.

Es wurde immer schlimmer und jeder schaute besorgt nach draußen.

Die ersten Sirenen ertönten und die „Freiwillige Feuerwehr Wormersdorf“ ging mit einer sehr großen Mannschaftsstärke in den Einsatz.

Mittlerweile war die Situation so angespannt, dass bereits Keller vollgelaufen waren. Das Oberflächenwasser, welches nicht mehr von der  gesättigten Erde aufgenommen werden konnte, lief als braune, lehmige Brühe  von den Gartengrundstücken oder den überquellenden Gräben über Höfe und Terrassen in die Häuser und Wohnungen.

Die Feuerwehr hat übermenschliches geleistet, konnte aber bei Weitem nicht Jedem und vor allem nichtJedem zur gleichen Zeit helfen.

So gegen 22:30 Uhr ließen zwar die starken Regenfälle nach, jedoch war an Entspannung bei Weitem nicht zu denken. 

Von oben kam zwar kein Wasser mehr, aber das bereits unten angekommene Wasser suchte sich weiterhin seinen Weg und war so gut wie nicht aufzuhalten.

So liefen noch immer weiter Keller und Wohnungen voll, so wurden weiterhin Gärten und Aussenanlagen zerstört; und alles ohne dass man man auch nur irgendeine Chance hatte etwas dagegen zu unternehmen oder es gar aufzuhalten.

Das gesamte Ausmaß wurde erst am nächsten Tag ersichtlich, als man genau erkennen konnte welche Schlammlawine sich unter anderem von der Latzstrraße kommend in die Brückenhofstraße und die angrenzenden Straßen bewegt hatte.

Die Menschen standen, sehr viele mit Tränen in den Augen, vor ihren Häusern und Wohnungen und versuchten irgendwie wieder etwas Ordnung zu schaffen.

Stunden später stapelte sich der durch das Hochwasser entstandener Müll, bestehend aus Wohnungseinrichtungen, vielleicht liebgewonnenen Möbelstücken oder sonstigen dem Wasser zum Opfer gefallenen Erinnerungsstücken vor den Häusern.

Hier in unserem Dorf, welches nicht zu Unrecht den Beinamen „Land der Liebe“ hat, ist aber auch die Nachbarschaftshilfe lobenswerterweise  auch noch 

GANZ GROß geschrieben .

Hier sah man, dass  sehr viele derjenigen, die keinen großer Schaden zu beklagen hatten, tatkräftig mithalfen wo auch immer Hilfe benötigt wurde.  

Von hier aus ein herzliches Dankeschön an alle Diejenigen. DANKE

 

Um ein Großteil der durch die Wassermassen zerstörten beweglichen Gegenstände entsorgen zu können, wurde auf dem Dorfplatz  ein Sammelpunkt eingerichtet, wo man diese Gegenstände kostenfrei entsorgen konnte und noch kann.

Zum Zeitpunkt dieser Berichtsfertigung  (Fr., 16.07.2021 / 23:00 Uhr)

war der Platz schon bereits etwa zu 2 Drittel mit „Müll“  voll.

 

Da jedoch nicht nur unser Dorf von der Katastrophe betroffen war und die Wormersdorfer auch in der Lage sind einmal über den Tellerrand zu schauen,

sind wir durch die Medien, durch die sozialen Netzwerke und vor allem durch die  

Mund-zu-Mund-Propaganda über verheerende Nachrichten aus der nahen und etwas weiteren Nachbarschaft unterrichtet worden.

Hier wurde als Hilfsmaßnahme für sehr viele Menschen aus unserer Nachbarschaft um  Sachspenden aller Art  gebeten. 

Hier ging es um die Menschen, die Haus, Wohnung und ihr ganzes Hab und Gut im Hochwasser verloren haben.

Spontan schlossen sich Privatleute zu Initiativen zusammen, bildeten Telefonketten und konnten so eine beachtliche Sammlung an Kleidung, Lebensmitteln und Hygieneprodukten zusammentragen, die dann den Sammelstellen zur Verfügung gestellt wurden.

Der Sportverein Wormersdorf , unter Leitung von Dieter Spillmann , stellte spontan sein Sportlerheim als temporäreren Unterbringungsort für heimatlos gewordene Katastrophengeschädigte zur Verfügung.

Hier wurden mittlerweile auch schon ca. 10 Personen aus dem Bereich des Kreises AW untergebracht, die von Vereinsmitgliedern des SV Wormersdorf aufs Beste betreut und versorgt werden.  Vielen herzlichen Dank !

Der „St. Hubertus Schützenverein Wormersdorf“  unter Leitung von Rainer Noll, hat gleichfalls angeboten die Wormersdorfer Schützenhalle als Unterbringungsort für „heimatlos“ gewordene Katastrophengeschädigte temporär zur Verfügung zu stellen. Auch hierfür herzlichen Dank.

 

Das Ganze ist noch lange nicht zu Ende.

Ich denke allerdings, dass wir jetzt schon alle all denen, die so selbstlos helfen und geholfen haben ein großes Dankeschön sagen sollten.

Vor allem sollten wir die Organisation der Freiwilligen Feuerwehr sehr hoch 

„Wert Schätzen“

Diese Mädels und Jungs sind wirklich seit Mittwoch, 16:00 Uhr,  mit nur ein paar wenigen Schlafpausen im Dauereinsatz. ——Und das „freiwillig“ ——nur für uns.

 

Es waren nur ein paar von außen betrachtete  Eindrücke, die es m.E. Wert sind einmal erwähnt zu werden.