Leserbrief / Kommentar zum Artikel

Würdigung der Hegemaßnahmen der Kottenforstjäger“ vom 15.2.2016

Verstehe ich das richtig? Hier wird eine nicht-heimische Tierart eingebürgert, gehegt und gepflegt, und zu deren Bestandserhalt kann / darf / muss man mit als „Stützungsaktionen“ getarnten und verharmlosten Jagdaktionen heimische Tiere wie z.B. Fuchs, Uhu und Habicht töten??? Wie pervers ist das denn??? Und aller Erfahrung und Tradition nach dient dann später das dem Jagdgesetz unterliegende Wildtruthuhn selbst, wenn dann nach Bestandserhalt und –stabilisierung dessen Überpopulation einsetzt, ebenfalls den Jägern zum mordlüsternen Spaß…

Aber das ist wohl die fürs nicht-jagende Volk unverständliche und nicht nachvollziehbare Jägerlogik. Diese gilt übrigens grundsätzlich für die Bejagung von Wildtieren.

Ein Beispiel: In halb NRW ist die Fuchsjagd im Kunstbau (die grausamste Jagdart überhaupt) weiterhin zugelassen. Angeblich soll so der Bestand des Feldhasen geschützt werden. Wenn es aber um den Schutz des in seiner Existenz bedrohten Feldhasen geht, wieso wurden dann im Jagdjahr 2014/2015 nach Angaben des Landesjagdverbandes NRW 46.984 Feldhasen erschossen (bundesweit 236.106)? Und diese sogenannte „Strecke“ würde ohne die Bejagung des Fuchses um zwei Drittel geringer ausfallen (Aussage von Herrn Jasper, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Steinfurt-Tecklenburg)! Hier geht es doch wohl mehr ums Totschießen von Füchsen und Feldhasen und als ums Schützen der Feldhasen!

Oder drastischer ausgedrückt: Rotfüchse werden erlegt, um den Feldhasen zu schützen, damit man diesen erschießen kann…Abartig…

Für das Beispiel der „Wildtruthahn-Hegemaßnahmen-Ehrung“ gilt wohl: Orden für’s Morden. Kommt mir irgendwie bekannt vor…

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